Förderkonzept der VS Grieskirchen
Der Förderunterricht und die individuellen Fördermaßnahmen werden an der VS Grieskirchen schon seit vielen Jahren als wichtiges Instrument der schulischen Ausbildung angesehen und von allen LehrerInnen und der Schulleitung mitgetragen und unterstützt.
Unser grundlegender pädagogischer Auftrag ist es, durch das Fördern von Begabungen dem Leistungspotential des Kindes zu entsprechen und durch das Fördern von Schwächen Lernversagen zu verhindern.
Vorbemerkungen:
Dieses Förderkonzept enthält nur Maßnahmen, die unter den bestehenden Rahmendingungen an unserer Schule umgesetzt werden beziehungsweise umsetzbar erscheinen.
Auf die Aufnahme von Fördermaßnahmen, die auf Grund der hohen Klassenschülerzahlen oder auf Grund zu knapper Ressourcen unrealistisch sind, wurde bewusst verzichtet.
Ein besonderes Anliegen ist uns die Einbindung und Förderung von Kindern mit unterschiedlichsten Handicaps in den Inegrationsklassen unserer Schule. Diese werden ihrem Leistungsvermögen angepasst nach verschieden Lehrplänen von Fachkräften unterrichtet.
Diese Kinder bieten der ganzen Schulgemeinschaft täglich wichtige Gelegenheiten unser gemeinsames Leben zu gestalten sowie soziale Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken. Für diese Schülerinnen und Schüler werden individuelle Förderpläne entwickelt.
In unserer Vorschulklasse werden Kinder, welche zwar schulpflichtig aber noch nicht schulreif sind durch gezielte Arbeit an den vorliegenden Teilleisungsschwächen an die Schulreife für den Schuleintritt im folgenden Schuljahr verbereitet.
Maßnahmen zum Förderkonzept:
1. Differenzierung und Individualisierung erfolgt durch Tagespläne, Stationenbetrieb, projektorientierten Unterricht, Helfersystem, differenziertes Materialangebot, differenzierte Schul- und Hausübungen, selbständiges Arbeiten mit Materialien wie LÜK, Karteien, aber auch durch Computereinsatz, Anlegen von Fehlerprotokollen für einzelne Schüler (z.B. bezüglich des Grundwortschatzes),…
Der Einsatz von differenzierten Lern- und Übungsangeboten ist sehr stark abhängig von der jeweiligen Klassenschülerzahl, der aktuellen Unterrichtsumgebung und der sozialen Reife der Schülerinnen und Schüler.
Eine Früherkennung von Defiziten und beratende Gespräche sowohl mit Schülerinnen und Schülern als auch mit den Eltern ist uns sehr wichtig.
2. Individuelle Förderung einzelner Kinder durch die jeweilige Klassenlehrerin in einer wöchentlichen Förderstunde pro Klasse. Dies kann fallweise auch klassenübergreifend und fächerbezogen stattfinden; z.B: vor Schularbeiten, wenn gleiche Arbeiten pro Schulstufe vorgesehen sind.
Individuelle Förderkonzepte (Frühwarnsystem) werden im Gespräch und in Übereinstimmung mit den Erziehungsberechtigten erstellt, Protokollierung bzw. schriftliche Anleitung für die Eltern.
Selbsttätigkeit, Eigenverantwortung, Sozial- und Selbstkompetenz werden durch Tagespläne, Offenes Lernen, Projektarbeit, Arbeiten mit Büchern, Lexika und dem Computer gefördert .
Durch wiederholende Übungen, festigende Lernspiele, Experimente,… wird die Nachhaltigkeit des Unterrichtes gewährleistet .
In unserer Schule gibt es vielfältige Lehr- und Lernformen :
Frontal-, Gruppen-, Kleingruppenarbeit, Einzel- und Partnerarbeit, Tagespläne, Stationenbetrieb, freie Lernphasen, Lernspiele, computerunterstütztes Lernen,…
Die Kinder werden mit verschiedenen Lernstrategien vertraut gemacht:
Aufteilen des Lernstoffes in kleine Portionen, Lernkarteien anlegen und anwenden, Nachschlagewerke und Medien benutzen, Hervorheben von Wichtigem, Notizen machen, Lerntypen erkennen und sich daran orientieren,…
3. Förderung von Kindern mit "Nichtdeutscher Muttersprache" in besonderen Deutschförderkursen, wobei je nach Fortschritt eine oder mehrere Stunden Förderunterricht konsumiert werden können.
Wir konzentrieren diesen Förderunterricht mit bis zu 3 Wochenstunden pro Kind auf die Grundstufe 1 (Vorschulkasse, 1. und 2. Klasse), in der Grundstufe 2 (3. und 4. Klasse) steht bei Bedarf eine Wochenstunde zur Verfügung.
Durch die Ausstellung von Sprachtickets, welche in den Kindergärten eingelöst werden können, wollen wir Kindern mit geringen Sprachkenntnissen einen besseren Schulstart ermöglichen.
Im Schuljahr 2006/07 wurden unserer Schule zusätzliche Stunden für Sprachförderung von Kindern mit Nichtdeutscher Muttersprache zugeteilt, sodass wir diese Kinder noch gezielter beim Erlernen der Unterrichtssprache unterstützen können.
4. Förderung von "Muttersprachlichem Unterricht" in den Fächern Türkisch, Bosnisch, Kroatisch und Serbisch sowie Polnisch. Dieser Sprachunterricht würde zwar von einigen Eltern der betroffenen Kinder gewünscht, es stehen aber derzeit keine ausgebildeten Lehrkräfte zur Verfügung.
Im Schuljahr 2008/09 kann erstmals eine Wochenstunde für die SchülerInnen mit polnischer Muttersprache angeboten werden!
5. Förderung von Kindern mit sprachlichen Defiziten durch besonders ausgebildete
Fachkräfte. Einige KollegInnen stehen für diese Fördermaßnahmen derzeit hauptsächlich in der Grundstufe 1 zur Verfügung. Sie werden meist im Unterricht als zweite, parallel mit einzelnen Schülern arbeitende Lehrkraft eingesetzt. Auch in Kursform wird diese Fördermaßnahme durchgeführt.
Die reine logopädische Betreuung wurde nach diesem neuen Konzept in den Verantwortungsbereich der Eltern übergeben.
6. Förderung von Kindern mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten durch wöchentliche Besuche einer besonders ausgebildeten Fachkraft.
7. Förderung für Kinder mit besonderen Begabungen und Interessen:
Im Rahmen des Stammunterrichts in Bildnerisches Gestalten, Kreatives Gestalten und Bewegung und Sport.
In der Unverbindlichen Übung "Musikalisches Gestalten".
In den 3. Klassen wird ein Screening zur Feststellung hochbegabter SchülerInnen durchgeführt. Diese werden von der Schulpsychologie in Abstimmung mit dem Elternhaus getestet und ihnen werden weitere Aktivitäten auf Bezirksebene angeboten.
8. Leseförderung durch gezielten Einsatz der Schulbibliothek, Durchführung von Lesenächten, Schreibwerkstatt, Teilnahme an Wettbewerben, Buchausstellungen, Autorenlesungen.
Auf der 3. Schulstufe wird ein Lesescreening zu Erhebung des Status durchgeführt. Nach dem Ergebnis richten sich die weiteren Fördermaßnahmen.
9. An den Nahtstellen zwischen Kindergarten und Volksschule, sowie Volksschule und Hauptschule, bemühen wir uns durch Besuche und Gespräche die Kinder auf die jeweilige Situation vorzubereiten.
Die Feststellung der Schulreife gestalten wir spielerisch und den Kindern angepasst.
Für die Eltern der Schulabgänger wird in jedem Schuljahr im Herbst eine große Informationsveranstaltung über die möglichen Bildungswege angeboten, bei der Vertreter aller weiterführenden Schulen in unserem Umkreis Auskünfte geben.
Außerschulische Angebote
Für die individuelle Nachmittagsbetreuung sorgt im Gebäude der VS Grieskirchen der ortsansässige Hort "fit4school" und stellt in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften ein wichtiges Angebot für berufstätige Eltern dar.
Die Landesmusikschule Grieskirchen wird von vielen Volksschülern am Nachmittag besucht, es gibt für interessierte Kinder ein vielfältiges Angebot.
Sportangebote gibt es in Grieskirchen auf Vereinsebene in großer Anzahl.